SV Biengen

1948 e.V.

Mal an die eigene Nase fassen

Mit 0:3 (0:2) verlor die zweite Mannschaft gegen den Bahlinger SC III. Nach einer schwachen ersten Hälfte steigerte sich die Mannschaft nach der Pause, doch in der Offensive fehlt zu häufig die letzte Konsequenz.

Schon nach dem Anpfiff machte die Zweite einen schlaffen Eindruck, wie schon zuletzt im Derby gegen den FC Bad Krozingen. Zu passives und naives Zweikampfverhalten machte sich breit, zudem fehlte der letzte Pass in die Spitze. Ebenso agierte das Team von Ciano nicht als eine Mannschaft. Zu häufig gingen sich die Spieler untereinander verbal an, anstatt sich gegenseitig zu motivieren. Ein unkonzentrierter SV Biengen fing somit auch den ersten Gegentreffer: ein schwacher Zweikampf nach einem langen Ball und ein starker Torabschluss von Ephraim sorgten für die Führung der Gäste (13.). Letztere zeigten ein vorbildliches Verhalten: fair gegenüber dem Gegner, motivierend und lobend zu sich selbst. Auch beim zweiten Treffer kurz vor der Halbzeit war die Zweite schwach in den Zweikämpfen, Lukas Lösslin traf den Ball am Ende der Kette souverän ins Tor (43.).

Nach dem Pausentee spielte Biengen besser nach vorne, doch die Chancenverwertung war katastrophal. Die letzte Essenz im Abschluss fehlte allzu häufig. Abspiele kamen nicht an, der ballführende Spieler war oft zu hektisch. Ballverluste über Ballverluste. Hinzu kam noch eine abgeklärte Defensive des Bahlinger SC.

Kurz vor Schluss gab es dann noch Aufregung nach einem Tor der Gäste, obwohl die Suppe längst gesalzen war. Nach einem langen Ball kam Torwart Hellstern kurz vor dem Gegenspieler an den Ball und prallte anschließend mit dem Gegenspieler zusammen. Hellstern blieb liegen, doch Biengen hatte den Ball schon wieder, wartete aber auf den ausbleibenden Pfiff vom ansonsten gut leitenden Schiri Möllinger. Der motivierte Ephraim schnappte sich daraufhin den Ball und versenkte ihn im leeren Tor (90.). Daraufhin gab es auf dem Spielfeld große Aufregung und Rudelbildung, in welcher Keskin mit Gelb-Rot vom Platz verwiesen wurde. Die Undiszipliniertheiten am Ende sind absolut zu verurteilen.

Die zweite Mannschaft muss sich an die eigene Nase fassen, da sie in den 90 Minuten nicht dazu in der Lage war, Torchancen konsequent zu verwerten und als eine Mannschaft zu agieren. Daher geht der Auswärtssieg für den Bahlinger SC in Ordnung. Ob 0:2 oder 0:3 spielt am Ende keine Rolle.

Biengen: Y. Hellstern – Federle, Benz, M. Mayer, Y. Drechsel – Fuchs, Otter, Hofmann, Bleile – Keskin, Klucker

Tore: Ephraim (13., 90.), Lösslin (43.)

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